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Brotbier und Insekten-Pancakes: „Wie schmeckt die Zukunft?“ auf der Internationalen Grünen Woche 2020

Zukunftsprodukte für eine nachhaltige, klimaschonende und gleichzeitig gesunde Ernährung konnten die Besucher:innen am Stand der Lebensmittelwirtschaft auf der Grünen Woche erleben.

Einen Blick darauf, wie die Zukunft in den nächsten Jahren schmecken könnte, hat die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) gemeinsam mit dem Lebensmittelverband Deutschland und zahlreichen Partnern und Mitausstellern auf der Internationalen Grünen Woche 2020 gegeben. Unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft?“ stellten große Markenunternehmen von Industrie bis Systemgastronomie ebenso wie junge Start-Ups ihre Produkte und Konzepte für eine nachhaltige und gesunde Ernährung vor.

Vegane „Incredible Bratwurst“
Eine Weltpremiere war am Stand von Nestlé Deutschland zu erleben – und zu probieren: Das Unternehmen präsentierte die Incredible Bratwurst der Marke Garden Gourmet, eine vegane Wurstalternative aus Soja, Rote Bete, Karottenextrakt, Paprika, Pflanzenölen und weiteren Zutaten und einer Pelle aus Alge. Das Feedback der Messebesucher:innen ebenso wie der Politiker:innen und Prominenten am Stand fiel positiv aus. Viele zeigten sich erstaunt, wie nah der Geschmack an das Pendant aus Fleisch herankomme. Für die Produktion falle 90 Prozent weniger CO2 an, so Nestlé.

Neue Verpackungen
Das Thema Nachhaltigkeit zog sich auch durch die Auftritte der anderen Partner. Danone stellte neben veganen Joghurt-Alternativen der Marke Activia neue Plastikflaschen der Marke Volvic vor, die aus recycelbaren und zukünftig vollständig aus recycletem Kunststoff bestehen. Beim Stand von McDonald’s Deutschland ging es um die Reduktion von Verpackung, insbesondere solchen aus Kunststoff. So soll zunächst das Dessertsegment komplett plastikfrei werden, angefangen mit den Bechern von McFlurry und McSundae, die zukünftig im Papierbecher mit Holzlöffel serviert werden.

Die RAL-Gütegemeinschaft Wertstoffkette PET-Getränkeverpackungen informierte an ihrem Stand unter dem Motto „Recycling ist Klimaschutz“ über die Nachhaltigkeit von PET-Flaschen, unter anderem deren Vorteile beim Recycling und Transport.

Am Stand von REWE konnte man sich über Partnerschaften zu lokalen Erzeugern informieren, die dadurch unterstützt und abgesichert werden und deren Produkte in den lokalen Märkten zu finden sind.

Weniger Lebensmittel im Müll
Auch für die Herausforderung, dass weniger noch verwertbare Lebensmittel im Müll landen, zeigten die Mitaussteller ihre Lösungen. Danone plant, bis 2025, 50 Prozent der aktuell anfallenden Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Das Start-Up Knärzje aus Frankfurt am Main stellte sein Brotbier vor, in dem aussortiertes Altbrot einen Teil des Malzes beim Brauen ersetzt. ZestUp produziert ein Erfrischungsgetränk aus Orangenschalen, die normalerweise im Abfall landen würden. Das Start-Up BanaBooms zeigte seine Frühstücksflocken aus aussortierten Bananen, das Hamburger Saft-Start-Up Kale&Me will seine Pressreste zukünftig zu Produkten wie Gemüsebrühe weiterverarbeiten.

Getränke-Trends und Trend-Getränke
Auch weitere neue Getränke von jungen Start-Ups waren am Stand zu probieren: Limoment aus heimischen Früchten, djahé mit Tees und Limonaden mit gepresstem Ingwersaft, Kolonne Null mit alkoholfreien Premiumweinen und HalQs mit alkoholischen Getränken für Kalorienbewusste. Eine Innovation im Getränkesegment ist auch die Trinkflasche air up, die das gleichnamige Start-Up aus München am Stand vorführte. Dabei kommt pures Wasser in die Flasche, dass dann rein durch Duft aromatisiert wird.

Insektenpulver für Proteinshakes oder Pancakes
Das Thema Speiseinsekten wurde auch im dritten Jahr des Zukunftsstands aufgegriffen. Das Insektenfood-Start-Up Isaac Nutrition produziert Insektenmehl aus gemahlenen Buffalowürmern und Proteinpulver. Was man kulinarisch mit Insektenpulver alles machen kann, zeigte Gründerin Charlotte Binder am Stand und im Cook & Talk. Hier konnten Interessierte Pizza mit einem Teig aus Insektenmehl und Insekten-Pancakes probieren.

Bunte Lebensmittel durch Mikroalgen
Auch über das Trend-Lebensmittel Mikroalge konnten die Besucher:innen am Stand alles erfahren: Algenfarmer und -experte Jörg Ullmann präsentierte gemeinsam mit Kirstin Knufmann und ihrem Start-Up PureRaw allerhand Produkte aus Mikroalgen wie Chlorella oder Spirulina. Diese finden zum Beispiel als Eiersatz in veganen Backwaren, als Quelle für pflanzliches Vitamin B12 in Nahrungsergänzungsmitteln oder als natürlicher blauer Farbstoff in Lebensmitteln Verwendung.

Hoher Politikbesuch am Stand
Die Grüne Woche ist nicht nur Verbrauchermesse, sondern gilt als „Davos der Land- und Ernährungswirtschaft“. Mit ihren politischen Rundgängen, begleitenden Fachveranstaltungen und Symposien – allen voran der Agrarministergipfel und das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) – ist die Messe ein Forum für den politischen Austausch. Zahlreiche Politiker:innen von Bundes- und Landesebene besuchten den Zukunftsstand, darunter die vier Bundesministerinnen Julia Klöckner (Ernährung), Anja Karliczek (Bildung und Forschung), Franziska Giffey (Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Verteidigung). Weitere Politiker:innen, die mit ihren Rundgängen auch am Zukunftsstand Halt machten oder speziell dafür auf die Grüne Woche kamen, waren unter anderem die Parlamentarischen Staatssekretäre Joachim Fuchtel und Uwe Feiler (BMEL) sowie die Parlamentarischen Staatssekretärinnen Rita Schwarzelühr-Sutter (BMU), Rita Hagl Kehl (BMJV), Elisabeth Winkelmeier-Becker (BMWi), Staatssekretär:innen Beate Kasch (BMEL), Gerd Billen (BMJV) und Jochen Flasbarth (BMU) sowie Dietmar Bartsch, Anton Hofreiter und viele mehr.

Vielen Dank an alle Besucher:innen unseres Stands auf der Grünen Woche und die interessanten Gespräche! Vielen Dank an unsere Partner!

Der Gemeinschaftsstand war zu sehen vom 17. bis zum 26. Januar 2020 auf der Internationalen Grünen Woche und wurde durch die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert. 

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